Unzufriedenheit

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Mein Gewicht ist OK, ich bin trotzdem unzufrieden

Du hast mit Hilfe des Rechners objektiv festgestellt, dass dein Körpergewicht OK ist. Du fühlst dich aber trotzdem unwohl in deinem Körper. Was jetzt? 

Du bist normalgewichtig. Dein wahres Problem hat also nicht mit deinem Körper zu tun, sondern mit deiner Seele, deiner Abslösung von deinem Elternhaus oder vielleicht auch damit, dass du z.B. mit deiner Ausbildung oder deinem neuen Job unzufrieden bist. Es gibt sehr viele verschiedene Gründe. Genauso verschieden sind deshalb die Wege, um dein Problem zu lösen. Hier ein paar Tipps.

Noch nicht gefestigtes Selbstwertgefühl

Wenn du normalgewichtig bist, dich in deinem Körper aber trotzdem unwohl fühlst, gibt es ein paar Tricks, die dir helfen, dein Selbstbewusstsein aufzubauen. Du kannst dir z.B. deine Stärken bewusst machen, statt dir immer nur deine Schwächen vor Augen zu führen.

Oder mach eine Liste mit allen Dingen, die dir an dir gefallen/die du gut kannst. Du kannst eine/n Freund/in bitten, auch eine Liste über deine Stärken zu machen, und die beiden Listen am Schluss miteinander vergleichen und schauen, wie viele Stärken euch in den Sinn gekommen sind.

Test und Tipps zum Thema Selbstvertrauen findest du hier...

Wenig Muskeln oder schwabbeliger Körper

Wenn du normalgewichtig bist, dich aber trotzdem schmächtig oder unförmig fühlst, hilft dir regelmässiger Sport. Mit Krafttraining schaffst du es am besten, deine Muskeln gezielt aufzubauen. Dann wird dein Körper straffer werden. Lass dich im Fitnesscenter von einer Fachperson beraten; sie kann dir am besten zeigen, mit welchen Übungen du dein Ziel erreichst.

Oder melde dich in einem Tanz- oder Boxstudio an. Bewegung bringt gute Laune und du kannst stolz auf dich sein, wenn du zwischendurch mal auf die Zähne beisst.

Trügerische Werbung

Vielleicht liegt dein Problem aber auch darin, dass du dich zu stark mit Menschen aus der Werbung vergleichst? Dann solltest du dir bewusst machen, dass die Fotos aus der Werbung praktisch ausnahmslos mit Hilfe von Computern nachbearbeitet werden! In Wirklichkeit sehen die Menschen, die du in der Werbung siehst, nicht so aus. Sie wurden alle schöner gemacht.

Gehe mit Fotos und Botschaften aus der Werbung deshalb kritisch um – sie dienen nicht dazu, die Realität abzubilden, sondern wollen eigentlich nur den Verkauf von Produkten fördern.

Körper verändert sich

Vielleicht bist du einfach verunsichert, weil sich dein Körper in den letzten Monaten stark verändert hat? Du bist mit diesem Problem nicht allein. Warum das ausgerechnet jetzt und bei dir so ist, erfährst du hier... In der Pubertät verändert sich viel: Du wirst erwachsen, dein Körper verändert seine Proportionen, du hast deine erste Mens oder den Stimmbruch. Es kann sein, dass sich dein Körper nicht so entwickelt, wie du es gerne hättest. Er wird sich nämlich so entwickeln, dass er optimal wachsen kann. Du wirst vielleicht plötzlich breitere Hüften und Oberschenkel bekommen. Diese kleinen Fettpölsterchen sind nötig, damit dein Körper genügend Reserven hat, um in die Höhe zu wachsen. 

Es kann gut sein, dass dein Körpergewicht während der Pubertät stark schwankt. Mal legt dein Körper Reserven an und wächst in die Breite; mal baut er sie wieder ab und schiesst in die Höhe. Sobald du erwachsen bist, werden sich deine Körperproportionen wieder ausgleichen.

In der Pubertät werden auch wichtige Weichen für dein späteres Leben gestellt: Du machst z.B. die Aufnahmeprüfung fürs Gymnasium, beginnst mit deiner Lehrausbildung oder bewirbst dich für deinen ersten Job. Alle diese Veränderungen verunsichern dich vielleicht. Das geht vielen deiner gleichaltrigen Freundinnen und Freunde auch so. 

Gib dir also ein bisschen Zeit, sei geduldig mit dir selbst und lass dich nicht verunsichern; die Pubertät dauert nur eine kurze Zeit deines Lebens.

Und wenn nichts hilft…

Wenn nichts von all dem hilft und du dich immer noch unzufrieden und traurig fühlst, empfehlen wir dir ein Gespräch mit einer qualifizierten Fachperson: z.B. mit einem/r dipl. Psychologen/in. Adressen findest du unter www.psychologie.ch. Auch Jugendberatungsstellen an deinem Wohnort können dir weiterhelfen und Fachpersonen vermitteln.

Patronat
Quelle/n
Mehr Ich, weniger Waage (Erika Toman) ISBN 978-3-7296-0780-4
Autor/-in
Revisor/-in
Bettina Isenschmid

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